Chicago Blackhawks gegen Montreal Canadiens Prognose 24 Oktober 2026
🔊 Bis vor Kurzem konnten die Canadiens aus Montreal nahezu in jeder Partie auf ihren Kapitän bauen. Nick Suzuki absolvierte beeindruckende 546 Spiele in Folge, fällt nun jedoch für zwei bis vier Wochen mit einer Oberkörperverletzung aus. Das ist ein herber Rückschlag für Montreal, gerade vor dem Start ihrer vier Spiele umfassenden Auswärtstour. Auch Chicago hat aktuell mit einigen Problemen zu kämpfen: Das Team von Jeff Blashill hat sechs der ersten neun Saisonspiele verloren und blieb bereits zweimal komplett ohne eigenen Treffer. In der vergangenen Spielzeit entschieden die Canadiens beide direkten Duelle für sich, doch diesmal hängt vieles davon ab, wie schnell die Gäste ihre Offensive ohne ihren Topscorer neu ausrichten können.
Fünfzehn Sekunden entschieden alles
📊 In der vergangenen Saison setzten sich Montreal zweimal gegen Chicago durch, doch der erste Erfolg der Kanadier war hart erkämpft. Im Oktober-Duell auf dem Eis der Blackhawks markierte Kaiden Guhle den entscheidenden Treffer - nur 15 Sekunden vor der Schlusssirene des dritten Drittels. Das Aufeinandertreffen im Dezember verlief für die Canadiens deutlich entspannter: Zachary Bolduc schnürte einen Doppelpack, und Lane Hutson steuerte drei Assists bei. Für Chicago traf damals lediglich Frank Nazar. Bemerkenswert: In neun der letzten zehn direkten Duelle gelangen den Blackhawks nie mehr als drei Tore.
Direkter Vergleich Statistik Chicago - Montreal

Zwei Siege befreien nicht von alten Problemen
Chicago hat es geschafft, in neun Partien drei Siege einzufahren, doch zu Beginn der Saison kassieren sie bereits 36 Gegentore bei lediglich 21 eigenen Treffern. Mit sechs Punkten belegen sie aktuell Rang 13 im Westen. Selbst zwei Erfolge in Serie konnten den Gesamteindruck der Blackhawks nicht nachhaltig aufpolieren: Die Offensive tut sich schwer, konstant für Gefahr zu sorgen, während die Defensive ihren Gegnern zu oft zu viel Raum lässt. In diesem Kontext stechen die sechs Scorerpunkte von Anton Frondell und die drei Tore von Frank Nazar hervor. Connor Bedard sammelte in drei Spielen drei Punkte, doch die individuellen Leistungen reichen bislang nicht aus, um die Gesamtbilanz entscheidend zu verbessern.
Das jüngste Duell mit Dallas endete mit einer 0:4-Niederlage, obwohl der Start für die Gastgeber keineswegs hoffnungslos verlief. Laut Jeff Blashill erspielten sich seine Schützlinge im ersten Drittel sogar ein Chancenplus von 6:4, bei Fünf-gegen-Fünf lag Chicago mit 5:2 vorne. Dennoch blieb jeder Versuch ungenutzt. Nach der Pause brachte Dallas im Powerplay die Führung, anschließend vollendete Arttu Hyry einen Zwei-auf-Eins-Konter, ehe er im Schlussabschnitt einen Doppelpack schnürte. Chicago gab insgesamt nur 19 Schüsse aufs Tor ab, während Spencer Knight 28 Saves verbuchte. Connor Bedard räumte nach dem Spiel ein, dass das Team vor allem im Powerplay mehr Chancen kreieren müsse. Hinzu kommt die Verletzung von Verteidiger Bowen Byram, der bereits das zweite Spiel in Folge aussetzen muss.
Spielergebnisse: Chicago Blackhawks

Der Kapitän fällt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt aus.
Montreal hat nach neun Spielen zehn Punkte auf dem Konto - eine Bilanz, die sich deutlich besser liest als die des kommenden Gegners: Vier Siege, drei Niederlagen in der regulären Spielzeit sowie zwei weitere Pleiten nach Verlängerung oder Penaltyschießen. Das Team von Martin St. Louis präsentiert sich offensiv durchaus überzeugend, doch nun steht der Härtetest bevor: Wie sehr hängt das Angriffsspiel tatsächlich von einem einzelnen Akteur ab? Nick Suzuki hat bereits zwölf Scorerpunkte gesammelt - fünf Tore und sieben Assists - und führte damit die interne Scorerliste der Canadiens an. Seine Verletzung kommt besonders ungelegen, denn Montreal startet nun in eine Serie von vier Auswärtsspielen. Cole Caufield hat bereits sechs Treffer erzielt, Lane Hutson steuerte neun Vorlagen bei, doch den Kapitän im Alleingang zu ersetzen, wird kaum möglich sein.
Das jüngste Duell mit San Jose unterstrich Montreals Offensivqualitäten, endete jedoch mit einer 3:4-Niederlage nach Overtime. Die Canadiens gerieten zunächst in Rückstand, doch noch im ersten Drittel glich Suzuki nach Zuspiel von Juraj Slafkovsky und Hutson aus. Im Mittelabschnitt brachte Slafkovsky die Hausherren in Führung, ehe Caufield nachlegte. Drei Tore in Serie reichten dennoch nicht zum Sieg: San Jose kämpfte sich zurück und sicherte sich den Extrapunkt. Jakub Dobeš zeigte mit 28 Paraden eine solide Leistung. Nun wartet auf Montreal das erste Spiel ohne ihren Kapitän, der noch am Dienstag an zwei der Treffer direkt beteiligt war.
Spielergebnisse: Montreal Canadiens
Vorhersage für das 1. Drittel
Auf eigenem Eis geben die Chicago Blackhawks in der Anfangsphase gegen Montreal nur selten Punkte ab. In 13 der letzten 14 direkten Duelle zu Hause haben die Blackhawks das erste Drittel nicht verloren. Selbst die aktuellen Schwierigkeiten der Gastgeber ändern wenig an diesem Trend - zumal die Gäste ihre Auswärtstour ohne Suzuki starten. Der Tipp: Chicago verliert das erste Drittel nicht zu einer Quote von 1,40.
Tipp zur Toranzahl
In den Duellen mit Montreal gelingt es Chicago nur selten, in der Offensive Akzente zu setzen. In neun der letzten zehn direkten Begegnungen haben die Blackhawks nie mehr als drei Tore erzielt. Auch die aktuelle Saison liefert bislang wenig Anlass, eine Trendwende zu erwarten: In neun Partien traf das Team insgesamt 21 Mal, während sie im jüngsten Match an Jake Oettinger komplett scheiterten. Unsere Empfehlung: Chicago unter 3,5 Tore (Team Total) zu einer Quote von 1,41.
*Die angegebenen Quoten dienen zur Orientierung und können je nach Buchmacher variieren.
⭐️ Redaktionstipps
Montreal verfügen über Akteure, die aus dem Nichts für Tore sorgen können, doch das Fehlen von Suzuki verändert die Ausgangslage spürbar. Der Kapitän sammelte in den letzten neun Partien zwölf Scorerpunkte und war im jüngsten Duell mit San Jose sowohl als Torschütze als auch als Vorlagengeber erfolgreich. Chicago hingegen tut sich weiterhin schwer, offensiv Akzente zu setzen: Gerade einmal 21 Tore in neun Spielen sowie zwei Begegnungen ohne eigenen Treffer sprechen eine deutliche Sprache.
Auch der direkte Vergleich lässt kaum auf ein torreiches Spektakel hoffen. In sechzehn der letzten siebzehn Aufeinandertreffen blieb die Gesamtausbeute unter sechs Treffern, in Chicago waren es sogar sieben von acht Spielen. Zwar hat Chicagos Defensive bereits 36 Gegentore kassiert - das ist das größte Risiko für diese Wette -, doch angesichts der aktuellen Offensivschwäche der Gastgeber und der personellen Ausfälle bei den Gästen erscheint ein Spiel mit weniger als sieben Toren als das plausibelste Szenario. Meine Wahl: Unter 6,5 Tore.