Daniil Medwedew gegen Martin Damm Prognose 25 August 2026


🔊 Daniil Medvedev kehrt erstmals seit acht Jahren nach Winston-Salem zurück und peilt eine Wiederholung seines Triumphs von 2018 an, als er den zweiten ATP-Titel seiner Karriere holte. In diesem Jahr ist Medvedev an Position eins gesetzt, genießt ein Freilos in der ersten Runde und trifft zum Auftakt auf Martin Damm. Bemerkenswert: Eigentlich hatte Medvedev das Turnier nicht eingeplant - erst kurzfristig bat er die Veranstalter um eine Wildcard, um vor den US Open dringend benötigte Matchpraxis auf Hartplatz zu sammeln, nachdem er bei den letzten beiden Masters-Turnieren früh ausgeschieden war. Nun bleibt abzuwarten, ob diese Strategie aufgeht oder ob der Lokalmatador dem Weltranglisten-Siebten in einer schwierigen Phase der Saison das Selbstvertrauen raubt.
Direkter Vergleich
📊 Medvedev und Damm stehen sich zum ersten Mal gegenüber - ein direktes Duell gab es bislang nicht.

Daniil Medwedew Spielerübersicht
Daniil Medvedev rangiert derzeit auf Platz sieben der Weltrangliste und hat lediglich fünf seiner letzten zehn Partien gewonnen - eine Bilanz, die kaum von Stabilität zeugt. In der laufenden Hardcourt-Saison bestritt er bislang nur drei Matches, von denen er zwei verlor. Einen Lauf von mindestens drei Siegen in Serie konnte er zuletzt im Mai verbuchen, als er beim Masters auf Sand in Rom das Halbfinale erreichte.
Beim eigenen Aufschlag hält Medvedev 77% seiner Service-Games - ein Wert, der deutlich unter Weltklasseniveau liegt. Im Schnitt schlägt er fast neun Asse pro Match, leistet sich aber auch bei 8% seiner Aufschlagpunkte einen Doppelfehler. Diese Schwankungen beim Service spiegeln sich auch in seinen Gesamtdaten wider: Er entscheidet 51% der Spiele und 54% der Sätze für sich. Mit dieser durchwachsenen Bilanz steht Medvedev häufig lange auf dem Platz, ohne selbst gegen schlechter platzierte Gegner klar zu dominieren.
Spielergebnisse: Daniil Medwedew









Martin Damm Spielerübersicht
Martin Damm rangiert aktuell auf Platz 94 der Weltrangliste und hat lediglich fünf seiner letzten zehn Partien für sich entschieden. Vor Beginn des Turniers wies er auf Hartplatz eine ausgeglichene Bilanz in dieser Saison auf (3-3); sein bestes Ergebnis war dabei das Erreichen der Runde der letzten 32 beim Washington 500. Erst nach dem Erfolg über die Nummer 300-irgendwas der Welt, Abedallah Shelbayh, in der ersten Runde von Winston-Salem konnte er seine Bilanz ins Positive drehen (6:4, 7:6).
Die durchschnittliche Spieldauer in Damms Matches liegt tatsächlich sogar über der seines kommenden Gegners - fast 28 Spiele pro Partie. Der US-Amerikaner punktet vor allem mit seinem Aufschlag und hält seinen Service in 83% der Fälle, was 2-3 Prozentpunkte über dem Tour-Schnitt liegt. Bemerkenswert ist auch seine hohe Anzahl an Assen - im Schnitt schlägt er elf pro Match - was durch seine Linkshändigkeit für die Gegner noch schwerer zu entschärfen ist. Zudem ist er fünf Zentimeter größer als Medvedev, was seine Aufschläge nach außen noch unberechenbarer macht als die des Russen.
Spielergebnisse: Martin Damm
Schlüsselfaktoren
- Damm hat in 15 seiner letzten 17 Matches mehr als 10,5 Spiele gewonnen.
- Im Schnitt werden in Damms Partien 27,9 Spiele ausgetragen.
- Beide Spieler weisen einen vergleichbaren Prozentsatz an gewonnenen Spielen auf.
- Der Amerikaner überzeugt mit besseren Ass-Statistiken und einer stärkeren Quote beim eigenen Aufschlag als der Russe.
- Medvedev kommt gegen Linkshänder auf eine Siegquote von knapp 64 %.
Erwartetes Szenario
Beide Spieler werden voraussichtlich ihre Aufschlagspiele konstant durchbringen, ohne dass einer von ihnen beim eigenen Service klar dominiert. Die Wahrscheinlichkeit für einen dritten Satz ist moderat, doch am ehesten deutet alles auf ein Match mit vielen gehaltenen Aufschlagspielen hin. Der Amerikaner wirkt zwar als der effektivere Aufschläger, doch das sollte den Russen kaum aus dem Konzept bringen - seine Bilanz gegen Linkshänder überzeugt, und seine Rückschlagposition, vier bis fünf Meter hinter der Grundlinie, verschafft ihm eine stabile Basis, um den Aufschlag zu neutralisieren.
Prognose: Gesamtzahl der Spiele
Die langfristige Entwicklung spricht dafür, dass Damm auch gegen höher eingestufte Gegner regelmäßig viele Spiele für sich entscheidet. Medvedev befindet sich aktuell nicht in Topform und ist nach einer schwierigen Phase mit enttäuschenden Ergebnissen in dieses Turnier gestartet. Der US-Amerikaner kann davon profitieren - er spielt vor heimischem Publikum und hat in dieser Saisonphase deutlich mehr Matchpraxis gesammelt.
⭐ Empfehlung der Redaktion
Beide Spieler liefern in der Regel Matches mit ähnlicher Spieldauer ab: Keiner von ihnen steht für defensive Stabilität, stattdessen verlassen sie sich stark auf ihren Aufschlag. Martin Damm zeigt - ähnlich wie Daniil Medvedev - wenig Konstanz in seinen Ergebnissen, doch seine Partien sind langfristig oft von vielen Spielen geprägt. Das könnte durch die starke Return-Qualität des Russen etwas ausgeglichen werden, allerdings bringt der Amerikaner einen leichten physischen Vorteil mit: Seine Schläge sind schneller und kommen in spitzeren Winkeln.
Der Europäer ist zudem für emotionale Schwankungen bekannt, und es spricht einiges dafür, dass er in Winston-Salem nicht in Bestform angekommen ist - der Start ins Turnier war für ihn eher eine Pflichtaufgabe. Unter diesen Voraussetzungen tendieren wir dazu, beim Quotenvergleich auf den Außenseiter zu setzen - oder ihm zumindest zuzutrauen, das Match offen zu gestalten. Unsere Empfehlung: Gesamtzahl der Spiele - Über 21,5.
Keine Kommentare
Wett Tipps: Daniil Medwedew - Martin Damm


Andere Vorhersagen













