Marta Kostjuk gegen Sloane Stephens Prognose 2 September 2026
🔊 Marta Kostyuk und Sloane Stephens treffen in der zweiten Runde der US Open aufeinander - ein Duell, das vor acht Jahren noch ganz anders ausgesehen hätte. Stephens triumphierte 2017 in New York, als sie im Endspiel Madison Keys mit 6:3, 6:0 bezwang, kletterte bis auf Platz drei der Weltrangliste und stand zudem im Finale von Roland Garros. Heute rangiert sie auf Position 209. Kostyuk hingegen bewegt sich in die entgegengesetzte Richtung: Im Juli erreichte sie mit Platz elf ihr Karrierehoch und besiegte in Cincinnati sogar die Nummer fünf der Welt.
Direkter Vergleich
📊 Die beiden Spielerinnen standen sich bislang erst einmal gegenüber, und das erst vor Kurzem: Am 18. August in Cincinnati setzte sich Kostyuk mit 7:5, 7:5 durch. In beiden Sätzen ging es bis zum 5:5, insgesamt wurden 24 Spiele ausgetragen - obwohl Kostyuk als klare Favoritin ins Match ging.

Marta Kostjuk Spielerübersicht
Kostyuk setzte sich in der ersten Runde souverän durch und besiegte Storm Hunter mit 6:4, 6:1. Besonders beeindruckend war jedoch ihr Lauf in Cincinnati im August: Dort schlug sie Sofia Kenin (4:6, 6:3, 7:5), Sloane Stephens sowie Mirra Andreeva (4:6, 6:0, 6:2) - die aktuelle Nummer 5 der Welt - ehe nur Coco Gauff sie stoppen konnte. Am 13. Juli erreichte Kostyuk mit Rang 11 ihre bisher beste Platzierung in der Weltrangliste.
Auf Hartplatz kommt sie in dieser Saison auf eine Bilanz von 11 Siegen bei 6 Niederlagen. Ihr Aufschlag ist eine echte Waffe - mit einer Ass-Quote von 6% und 72% gewonnenen Punkten beim ersten Service bewegt sie sich auf Top-10-Niveau. Allerdings landet ihr erster Aufschlag nur in 57% der Fälle im Feld, und mit einer Quote von 8% Doppelfehlern pro Aufschlagspiel leistet sie sich für eine Spielerin ihres Formats zu viele Fehler. Beim Return gewinnt sie 44% der Punkte - diese Mischung prägt ihre Matches: Die Schlaghärte ist da, doch die Kontrolle über das Scoreboard bleibt eine Herausforderung.
Spielergebnisse: Marta Kostjuk

Sloane Stephens Spielerübersicht
Stephens startete ins Turnier mit einem Ergebnis, das man von der Weltranglisten-209. kaum erwarten konnte: einem 6:4, 6:1-Erfolg gegen Clara Tauson, die zu den Top 50 zählt. Zuvor hatte sie am 16. August bereits Anastasia Potapova, die Nummer 25 der Welt, bezwungen. Zwischen diesen beiden Siegen unterlag sie allerdings am 24. August in Philadelphia Mananchaya Sawangkaew (Nr. 97), nachdem sie den ersten Satz gewonnen hatte.
Ihre Bilanz auf Hartplatz fällt ausgeglichen, aber unspektakulär aus: neun Siege, neun Niederlagen. Ihr Aufschlag bleibt wenig durchschlagskräftig - nur 2 % ihrer Punkte sind Asse -, dafür leistet sie sich mit 3 % kaum Doppelfehler und bringt 66 % ihrer ersten Aufschläge ins Feld. Ihr Returnspiel ist ihr stärkstes Asset: 44 % der Returnpunkte gehen an Stephens. Auffällig zudem: Ihr Aufschlag hat sich im August und September nicht verbessert - die Quote beim ersten Service liegt sogar unter dem Niveau der ersten Saisonhälfte. Die Resultate stimmen, doch ihr Spiel stagniert.
Spielergebnisse: Sloane Stephens






Schlüsselfaktoren
- Am 18. August in Cincinnati setzt sich Kostyuk mit 7:5, 7:5 gegen Stephens durch.
- Kostyuk bringt nur 57 % ihrer ersten Aufschläge ins Feld und begeht bei 8 % ihrer Aufschlagpunkte Doppelfehler.
- Gegen Gegnerinnen, die 2-4 % Asse schlagen, gewinnt Kostyuk 6 ihrer 15 Matches mit mindestens sechs Spielen Vorsprung.
- Stephens leistet sich lediglich bei 3 % ihrer Aufschlagpunkte einen Doppelfehler.
- In der ersten Runde bezwingt Stephens eine Top-50-Spielerin mit 6:4, 6:1.
Erwartetes Szenario
Kostyuk überzeugt in den meisten Bereichen des Schlagrepertoires, doch ihr Aufschlag bleibt die größte Schwachstelle in diesem Duell. Mit einer Quote von nur 57 % beim ersten Aufschlag bietet sie Stephens zahlreiche Möglichkeiten, auf den zweiten Aufschlag zu attackieren - und genau darin liegt die große Stärke der Amerikanerin, die sich in langen Ballwechseln und beim Return besonders wohlfühlt. Hinzu kommt eine Doppelfehlerquote von 8 %, sodass Kostyuk einige Spiele praktisch verschenkt, ohne dass Stephens viel dafür tun muss.
Bei Stephens stellt sich das Bild umgekehrt dar. Ihr eigener Aufschlag ist kaum gefährlich, aber sie macht auf den zweiten Service so gut wie keine Fehler und bleibt durchweg stabil. Wer gegen sie punkten will, muss sich die Zähler regelrecht erarbeiten - auf Fehler zu hoffen, funktioniert selten. Genau in diesen engen Phasen hat Kostyuk häufig Probleme, ihr Niveau zu halten. Ihr Aufeinandertreffen im August hat dieses Muster bestätigt: Die Ukrainerin dominierte zwar von Beginn an das Geschehen, dennoch gingen beide Sätze bis zum Stand von 5:5.
Prognose für die Gesamtzahl der Spiele
Auch bei den Gesamtpunkten spricht vieles für eine ähnliche Entwicklung: Beide Spielerinnen punkten häufig beim Return und haben in entscheidenden Phasen Schwierigkeiten, ihren Aufschlag durchzubringen. In den vergangenen anderthalb Jahren gingen 10 der letzten 15 Partien von Kostyuk gegen Gegnerinnen mit schwachem Aufschlag über 18,5 Spiele; Stephens knackte diese Marke in dieser Saison in 11 von 18 Matches. Allerdings bildet die Gesamtzahl der Spiele das Szenario weniger exakt ab - sie steigt auch dann, wenn die Favoritin durch einen zusätzlichen Satz auf dem Scoreboard davonzieht.
⭐ Prognose der Redaktion
Der Klassenunterschied steht außer Frage: Kostyuk belegt Platz 11 der Weltrangliste, hat bereits Spielerinnen aus den Top 5 geschlagen und geht völlig zu Recht als Favoritin ins Match. Die einzige Unbekannte bleibt die Höhe ihres möglichen Sieges. Vor fünfzehn Tagen trafen beide auf demselben Belag aufeinander, und die Ukrainerin kontrollierte das Geschehen über weite Strecken - dennoch betrug ihr Vorsprung am Ende nur vier Spiele, da beide Sätze bis zum 5:5 umkämpft waren.
Das liegt weniger am Zufall als am direkten Duell: Kostyuk punktet vor allem mit ihren Grundschlägen, bringt aber nur etwas mehr als die Hälfte ihrer ersten Aufschläge ins Feld und leistet sich auf den zweiten viele Fehler. Stephens hingegen überzeugt als Returnspielerin mit konstanter Rückschlagqualität beim zweiten Aufschlag und zwingt ihre Gegnerinnen regelmäßig in lange Spiele bis zum letzten Punkt. Gegen Spielerinnen ohne starken Aufschlag gewinnt die Ukrainerin in lediglich 6 ihrer letzten 15 Partien mit einem Abstand von sechs oder mehr Spielen. Das größte Risiko für diesen Tipp liegt darin, dass die Amerikanerin nach ihrem Sieg gegen Townsend physisch angeschlagen sein könnte - allerdings absolvierte sie bereits eine Woche zuvor in Philadelphia drei komplette Sätze.
Tipp: Sloane Stephens - Spiele-Handicap +5,5.

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Wett Tipps: Marta Kostjuk - Sloane Stephens




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