Hungary (W) vs Japan (W) Prognosen 8 September 2026
🏀 Am Dienstag beginnt die K.o.-Phase der Frauen-Basketball-Weltmeisterschaft. Im Achtelfinale treffen Ungarn und Japan aufeinander. Die Europäerinnen präsentierten sich in der Gruppenphase deutlich überzeugender, weshalb es etwas überraschend ist, dass die Buchmacher - wenn auch nur mit leichtem Vorteil - Japan als Favoriten einstufen. Klar ist: Die körperlich unterlegenen Asiatinnen werden es gegen Juhász und Takács-Kiss äußerst schwer haben.
Direkter Vergleich
📊 Zuletzt standen sich die Nationalteams im März 2026 in der WM-Qualifikation gegenüber, als Ungarn mit einem souveränen 77:65-Erfolg die Oberhand behielten.

Ungarn (F) Teamübersicht
Ungarn sichert sich souverän den zweiten Platz in der Gruppe. Nach einer klaren Niederlage gegen das starke Frankreich folgen überzeugende Siege gegen Nigeria und Südkorea. Das große Plus der Mannschaft: Dominanz beim Rebound - im Schnitt greifen sie sich 43,7 Abpraller pro Partie. Die größte Schwäche bleibt jedoch die Ballkontrolle: Mit durchschnittlich 23 Turnovers pro Spiel laden sie ihre Gegner regelmäßig zu einfachen Fastbreak-Punkten ein. Das gesamte Spiel der Ungarinnen läuft über die Stars Juhász und Takács-Kiss, die gemeinsam ein beeindruckendes „Twin Towers“-Duo bilden. Juhász sammelt routinemäßig Double-Doubles, kontrolliert die Zone und räumt unter den Körben auf. Im letzten Duell gegen Südkorea steuerte dieses Duo satte 36 Punkte bei. Klar ist: Japans Team dürfte es schwer haben, mit dieser physischen Präsenz im Frontcourt mitzuhalten - doch auch Ungarn muss dringend Wege finden, die Ballverluste zu minimieren, was gegen die schnellen und offensivstarken Japanerinnen von entscheidender Bedeutung sein wird.
Spielergebnisse: Ungarn (F)

Japan (W) Teamübersicht
Japan gehen in dieses Spiel mit nur einem Sieg (gegen Mali) und zwei Niederlagen aus drei Gruppenspielen sowie dem dritten Platz in ihrer Gruppe. Gegen Spanien und Deutschland konnten sie kaum Widerstand leisten. Im Gegensatz zu den Ungarinnen setzen die Japanerinnen auf eine agile, schnelle Aufstellung mit Scharfschützinnen wie Hayashi und Takada. Das Team agiert äußerst effektiv an der Dreierlinie, hat bereits den Turnierrekord für erfolgreiche Distanzwürfe gebrochen und überzeugt zudem mit einer tiefen Rotation - die Bank steuert im Schnitt 34,3 Punkte pro Partie bei (zum Vergleich: Ungarn kommen nur auf 24,7). Sie gehen sehr sorgfältig mit dem Ball um (nur 12,7 Ballverluste pro Spiel) und bestrafen gegnerische Fehler blitzschnell im Fastbreak. Allerdings holen sie im Schnitt lediglich 31,7 Rebounds pro Partie und tun sich spürbar schwer gegen physisch starke, positionsgetreue Defensivreihen.
Spielergebnisse: Japan (W)
⭐ Redaktionstipps
Dieses Duell verspricht ein echtes Kräftemessen der Spielstile zu werden: Ungarns physische Überlegenheit und Power treffen auf das Tempo und die Distanzwürfe aus Japan. Die Asiatinnen tun sich enorm schwer, Yuhasz und Takacs-Kiss ohne Foulprobleme zu verteidigen - ihnen fehlt schlicht das passende Personal, um gegen solch körperliche Präsenz zu bestehen. Kann Ungarn das Tempo diktieren und sich nicht auf ein wildes Hin und Her einlassen, sichern sie sich klare Vorteile beim Offensivrebound. Mit ihrem Größenvorteil haben die Europäerinnen bereits im März den Gameplan erfolgreich umgesetzt und könnten erneut den gegnerischen Perimeter effektiv schließen. Im Setplay offenbarte Japan zuletzt selbst gegen Mali, einen klaren Außenseiter, große Schwierigkeiten. Wir sehen die Argumente klar auf Seiten der Ungarinnen. Unsere Empfehlung: Sieg für die nominellen Gastgeberinnen mit Handicap (+2,5).