Nerven und Sandplatz: Wie lief das Damen-Turnier bei den French Open?

Dieses Wochenende markierte das Ende der French Open – eines der ältesten Grand-Slam-Turniere. Das Dameneinzel brachte viele Überraschungen, und es ist unwahrscheinlich, dass jemand hätte vorhersagen können, wie sich die Dinge entwickeln würden. Es gab tatsächlich einige Überraschungen. Wer hätte erwartet, dass eine Spielerin, die auf Platz 361 der Weltrangliste steht, das Halbfinale erreicht? Aber gehen wir alles Schritt für Schritt durch.
Wer ist Lua Boisson?
Die French Open der Damen waren unglaublich spannend, und die Spannung begann bereits in den ersten Runden der Hauptrunde. Zum Beispiel sorgte Angelina Kalinina für eine Überraschung, indem sie Avanesyan besiegte. Sie tat es mit solcher Leichtigkeit, als wäre sie nur auf einem Spaziergang. Und Lua Boisson, über die wir weiter sprechen werden, schaffte es, Elise Mertens zu überwinden. Die Belgierin zeigte im Match gegen die Französin nichts, was ihr ein Ausscheiden in der ersten Runde einbrachte.
Lua Boisson blieb nicht bei der ersten Runde stehen; die Französin überraschte weiterhin alle. Kurz gesagt, vor Beginn der French Open war sie auf Platz 361 der Welt, und jetzt hat sie sich auf den 65. Platz verbessert, fast 300 Plätze nach oben geklettert. Boisson erreichte sensationell das Halbfinale und besiegte dabei die Weltranglistendritte Jessica Pegula und die Weltranglistensechste Mirra Andreeva. Dies war nicht nur ein Glücksfall, sondern das Ergebnis ihrer enormen harten Arbeit. Lua verdiente sich dies durch ihre Geduld und ihren Fleiß.
Am 13. Mai letzten Jahres trat Boisson in einem Challenger-Match in Paris an, musste jedoch im dritten Satz aufgrund eines Kreuzbandrisses aufgeben. Ihre Genesung dauerte neun Monate, und sie kehrte erst im Februar zurück. In dieser Zeit gelang es Lua, ein ITF-Serie-Turnier in Frankreich zu gewinnen und eine Wildcard für die French Open zu erhalten. Sie wissen bereits, was daraus geworden ist. Boisson wurde die bestplatzierte Spielerin in Frankreich, verdiente 786.000 Dollar bei den French Open (während ihr Karrierepreisgeld davor 148.000 Dollar betrug), und ihre Instagram-Followerzahl stieg von 8.000 auf 251.000. Dieses Turnier veränderte das Leben der 22-jährigen Französin komplett, die nun noch interessanter zu verfolgen sein wird.
Andreevas und Swiateks Herausforderungen
Im Viertelfinale besiegte Boisson Mirra Andreeva in zwei Sätzen. Die Russin konnte mit den Nerven, dem Druck der Menge und der Tatsache, dass Boisson im ersten Satz nicht aufgab, nicht umgehen. Nerven waren ein wiederkehrendes Thema während des Turniers in Paris. Es waren zum Beispiel die Nerven, die Sabalenka daran hinderten, die Trophäe zu gewinnen, und Andreeva daran hinderten, das Halbfinale zu erreichen. Dennoch sahen alle, dass Iga Swiatek immer noch viel Kampfgeist in sich hat.
Die Polin erreichte das Halbfinale. Einige könnten sagen, es basierte alles auf ihren früheren Leistungen. Aber Iga zeigte wirklich ein hohes Spielniveau, indem sie Rybakina und Svitolina besiegte. Einige könnten argumentieren, dass Swiatek Glück hatte, auf Rybakina zu treffen, da die Möglichkeit bestand, dass sie auf Ostapenko hätte treffen können, wo Iga keine Chance gehabt hätte. Aber die Polin hörte auf niemanden und erledigte einfach ihre Arbeit. Über die Im vergangenen Jahr hatte sie keinen einzigen Titel gewonnen, nicht einmal auf Sand. Es gab Gerüchte, dass Swiatek ihren Vorteil verloren hatte, dass sie nicht mehr auf dem gleichen Niveau war und dass all diese Skandale sie zerstört hatten. In Wirklichkeit die wahre Siegerin. Aber bei den French Open bewies Iga erneut, dass sie noch viel zu bieten hat. Ja, sie schaffte es nicht ins Finale, aber angesichts des Kontexts ist schon das Erreichen des Halbfinales ein gutes Niveau.
Sabalenkas Nerven ruinierten ihr Finale
Was geschah also im wichtigsten Match? Im Finale standen sich die Nummer eins und Nummer zwei der Welt gegenüber. Ein solches Aufeinandertreffen hatte es seit über zehn Jahren nicht mehr gegeben. Aryna Sabalenka und Coco Gauff, genau wie in Madrid, entschieden sich, herauszufinden, wer stärker und würdig war, den Titel zu holen. Diesmal war das Ergebnis jedoch anders als in der spanischen Hauptstadt. Die Belarussin schaltete Iga Swiatek im Halbfinale aus, mit der sie eine komplizierte Bilanz im direkten Vergleich hatte. Aber mit Gauff war es ausgeglichen: 10 Begegnungen und jeweils 5 Siege.
Das Finale war knapp, aber mit einer Neigung zu einer Seite. Gauff verlor nur den ersten Satz im Tiebreak, wobei sie die Hälfte ihrer unerzwungenen Fehler machte. Danach begann Coco, alle Gewinnschläge, die Sabalenka ihr zuschickte, zurückzuholen. Dies führte dazu, dass Aryna nervös wurde und ihren Trainerstab angriff. Es gab viel Geschrei, das zu nichts führte. Die Belarussin machte 70 unerzwungene Fehler während des Matches, was sie letztendlich zerstörte. In den zweiten und dritten Sätzen bewegte sich Gauff schneller, spielte klüger, war frischer und blieb ruhig.
Nerven waren der Schlüsselaspekt in dieser gesamten Geschichte namens "Roland Garros." Nerven hinderten Mirra Andreeva daran, das Halbfinale zu erreichen, und Aryna Sabalenka daran, die Trophäe zu gewinnen. Lua Boisson und Coco Gauff hingegen zeigten, dass die richtige Einstellung und Stabilität Ergebnisse bringen.


