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Die teuersten Fußballtransfers aller Zeiten

28 Okt., 12:27
Neymar und Kylian Mbappé

Transfersummen in Höhe von mehreren zehn Millionen Euro überraschen Fußballfans schon lange nicht mehr. Vereine sind bereit, für die besten Spieler neunstellige Beträge zu zahlen, doch der Rekord aus dem Jahr 2017 besteht weiterhin. Paris Saint-Germain zahlte 222 Millionen Euro für Neymar, und selbst die spektakulärsten Wechsel der vergangenen Spielzeiten haben diese Marke nicht erreicht. Wir zeigen, welche Transfers die teuersten der Fußballgeschichte sind, welche Deals 2025–2026 hinzukamen und ob enorme Ausgaben die Erwartungen immer erfüllen.

Die 10 teuersten Transfers der Fußballgeschichte

Nr.SpielerWechsel (Saison)Ablöse
1NeymarBarcelona → PSG (2017/18)€222m
2Kylian MbappéMonaco → PSG (2018/19)€180m
3Ousmane DembéléBorussia Dortmund → Barcelona (2017/18)€148m
4Enzo FernándezChelsea → Manchester City (2026/27)€145m
5Alexander IsakNewcastle → Liverpool (2025/26)€145m
6Morgan RogersAston Villa → Chelsea (2026/27)€138m
7Elliot AndersonNottingham Forest → Manchester City (2026/27)€135m
8Philippe CoutinhoLiverpool → Barcelona (2017/18)€135m
9João FélixBenfica → Atlético Madrid (2019/20)€127.2m
10Jude BellinghamBorussia Dortmund → Real Madrid (2023/24)€127m

Neymar hält weiterhin den Rekord. Zu den größten Deals der Jahre 2025–2026 zählen der Wechsel von Enzo Fernández zu Manchester City, der Transfer von Alexander Isak nach Liverpool und der Wechsel von Morgan Rogers zum FC Chelsea.

Neymar — €222 million

Im Sommer 2017 zahlte PSG dem FC Barcelona 222 Millionen Euro für Neymar. Der französische Klub aktivierte die vertraglich festgelegte Ausstiegsklausel und machte den Brasilianer damit zum teuersten Fußballer der Geschichte. Der vorherige Weltrekord wurde um mehr als das Doppelte übertroffen. Die Pariser hofften, mit dem Neuzugang nicht nur den französischen Fußball dominieren, sondern auch erstmals die Champions League gewinnen zu können. Neymar wurde tatsächlich zu einem der wichtigsten Offensivspieler von PSG, doch Verletzungen beeinträchtigten seine Zeit in Paris. Die Mannschaft erreichte 2020 das Champions-League-Finale, unterlag dort jedoch Bayern München. 2023 wechselte der Brasilianer zum saudischen Klub Al Hilal. Die entscheidende Erkenntnis lautet: Eine Rekordablöse garantiert einem Verein nicht den wichtigsten europäischen Titel.

Kylian Mbappé — €180 million

2017 verpflichtete PSG Kylian Mbappé aus Monaco zunächst auf Leihbasis mit anschließender Kaufverpflichtung. Der feste Transfer für 180 Millionen Euro wird der Saison 2018/19 zugerechnet. Damals galt der Franzose bereits als einer der vielversprechendsten jungen Stürmer Europas und sollte gemeinsam mit Neymar das Herzstück der Pariser Offensive bilden. Anders als viele kostspielige Neuzugänge rechtfertigte Mbappé die Investition mit seinen Toren und wurde zum Rekordtorschützen von PSG. Den lang ersehnten Champions-League-Titel gewann der Pariser Klub allerdings erst nach seinem Abschied: Im Sommer 2024 schloss sich der Stürmer Real Madrid ablösefrei an. Für PSG bedeutete das, dass der für einen außergewöhnlich hohen Betrag verpflichtete Star den Verein ohne eine neue Transferentschädigung verließ.

Ousmane Dembélé — €148 million

Barcelona verpflichtete Ousmane Dembélé 2017 von Borussia Dortmund, kurz nachdem Neymar verkauft worden war. Transfermarkt beziffert den Deal einschließlich der in seiner Datenbank erfassten Zahlungen auf 148 Millionen Euro. Die Katalanen suchten einen schnellen und technisch versierten Spieler, der den Verlust des Brasilianers ausgleichen konnte. Dembélés Zeit in Spanien verlief wechselhaft: Auf herausragende Leistungen folgten Verletzungen und längere Ausfallzeiten. 2023 wechselte der Franzose für eine deutlich geringere Ablöse zu PSG. Seine Geschichte zeigt, dass selbst außergewöhnliche spielerische Fähigkeiten die Höhe einer Transfersumme nicht immer bei dem Verein rechtfertigen, der sie bezahlt hat.

Warum zahlen Vereine so viel für Fußballspieler?

Die Höhe einer Ablöse hängt nicht nur von der Qualität eines Spielers ab. Auch sein Alter, die Restlaufzeit des Vertrags, das Interesse konkurrierender Klubs, das kommerzielle Potenzial und die finanziellen Möglichkeiten des Käufers beeinflussen den Preis. Ein Verein, der einen Leistungsträger nicht abgeben möchte, kann eine besonders hohe Entschädigung verlangen. Manchmal bestimmt eine vertraglich festgelegte Ausstiegsklausel die Summe, wie im Fall Neymar.

Die Transfersumme darf nicht mit dem Marktwert eines Spielers verwechselt werden. Erstere ist das Geld, das ein Verein einem anderen für einen konkreten Wechsel zahlt. Letzterer ist eine Schätzung des Spielerwerts, die nicht unbedingt mit den tatsächlich ausgehandelten Bedingungen übereinstimmt. Gehälter, Beraterhonorare und Handgelder werden gesondert berücksichtigt: Sie können die Gesamtkosten deutlich erhöhen, sind in Transfer-Ranglisten jedoch nicht immer enthalten.

Sind die teuersten Transfers auch die erfolgreichsten?

Eine eindeutige Antwort gibt es nicht. Mbappé wurde zur PSG-Legende, Bellingham verstärkte Real Madrid schnell, während die Transfers von Coutinho und Félix bei den jeweiligen Käuferklubs nicht die erhoffte Wirkung erzielten. Für eine objektive Bewertung muss man den Beitrag des Spielers zu den Mannschaftsergebnissen, die Dauer seiner Zeit beim Verein, Verletzungen und den späteren Verkaufserlös berücksichtigen. Ein hoher Preis allein macht einen Transfer weder erfolgreich noch zum Fehlschlag.

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FAQ

Welcher Transfer ist der teuerste der Fußballgeschichte?

Auch 2026 bleibt Neymars Wechsel vom FC Barcelona zu PSG für 222 Millionen Euro im Sommer 2017 der teuerste Transfer der Fußballgeschichte.